L’ Abbey de Valcroissant

Früh am Morgen schleiche ich mich aus dem Haus und erreiche im Morgengrauen den Marktplatz von Die.

Endlich einen Café au Laît und ein Croissant … wobei … der Preis … und soo gut ist er auch wieder nicht. Aber immerhin beweise ich Individualismus. (Ach echt? Mit Milchkaffee und Hörnchen?)

Dann gehts los, vom Parkplatz des Klosters aus. Es soll einen Rundwanderweg geben … heißt es.

Nicht jede einheimische Familie, der man folgt, ist eine Pfadfinderfamilie. Unsere Pfadfinder (mitsamt ihren pubertierenden, nörgelnden Töchtern) versteigen sich jedenfalls mit uns im Schlepptau in einem sackgassigen Geröllhaldengestrüpp.

Heldenhaft (an dieser Stelle betrete ich die Bühne) schlagen wir uns zu einer Alternativroute durch.

Hier lang! Mir nach!!

Hoffentlich ist das wirklich ein Weg. Es ist steiler, als es aussieht.

Und zurück will ich nimmermehr.

Zunächst schnitze ich mir mal einen anständigen Wanderstab. Man wird mich damit später einen alemannischen Beduinen nennen …

Ist das ein Schleimpilz?

Boa – ist das steil!

Hoffentlich fällt nichts herunter von dort oben.

Ich fasse es nicht: Dort sieht man die Trois Becs!

Rübezahl erblickt Geier über dem Tal.

Ich schwöre es! Da war einer … ganz hoch dort droben.

Aber noch leben wir.

Obwohl zumindest ich schon wieder am Stock gehe.

Und zwar die Straße dort hoch ins Zisterzienser-Kloster Valcroissant.

Wir machen eine Führung durch dieses Gemäuer mit, die sehr lohnenswert ist. Der Sohn erzählt, wie sein Vater begann das Kloster zu restaurieren.

Die Lage dieser Gemäuer ist schon ungewöhnlich und man kann alte Apfelsorten vom Baum pflücken (wenn man sich traut).

Was für Astern sind das? Solche möchte ich auch!

Das Stroh im Keller hingegen erfreut sich nicht so großer Beliebtheit. Wobei ich mehr Sorge wegen der Brandgefahr hätte, als wegen der Mäuse.

Dann ein fantastisches Chopin-Konzert des Pianisten Francois Dumont in wunderbarer Kulisse.

Schockschwerenot! Die Sonne sinkt schon wieder in den Untergrund … wo sollen wir schlafen?

Das Problem entpuppt sich als schwieriger als gedacht und wir beenden den Tag auf einem kleinen Parkplatz im Cirque d’Archiane

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