Das Museo del Arte im Centro de la Ciudad de Mexico (unfertig)

Mit Uber fahre ich ins Zentrum der Millionenstadt und werde beim Anblick des Torre Latino Americana etwas schwermütig.

Gleich nebenan, in diesem Gebäude, ist die Wohnung von Silke. Leider steht sie im Moment voll mit obskuren Büromöbel.

Ich frühstücke etwas unbefriedigend gegenüber. Das alte Café erkenne ich nicht wieder.

Dann spaziere ich zum Kunstmarkt “La Ciudadela” – vergeblich, denn ich finde absolut nichts, was ich kaufen möchte.

Etwas frustriert gehe ich in die Fonda Santa Rita und verzehre zwei so große Quesadillas, dass ich mich fühle wie Max und Moritz nach dem Hühnerschmaus.

Wenn ich betrachte, wie schwer viele Menschen hier arbeiten müssen (um was essen zu können – nicht, um sich selbst zu verwirklichen), dann bleibt mir jegliche Klage im Halse stecken.

Ich beschließe, das Museo del Arte zu besuchen.

Christoph Colombo zeigt Isabella von Kastilien und Fernando von Navarra seine Beute aus Amerika (Juan Cordero, 1850)

Die Sagrada Familia von Rafael Flores (1857) – oder wie Daniela es nennen würde: “Grauenhaftes patriarchales religiöses Machwerk!”

Auch Schafe sind vertreten (Giotto y Cimabue, José María Obregón, 1857).

Der sich im übrigen 1856 auch an einer “Inspiration des Kolumbus” versucht hatte.

Tezcatlipoca (2010)

Gaspar Conrado (Cristobal y el nino, 1653)

La virgen y el nino (Sebastián López de Arteaga,1651)

Cristo en la Cruz (Sebastián López de Arteaga,1640)

Besonders faszinierte mich Ramón Cano Manillas “Heißluftballon” (1930).

Ich liebe diese “Wimmelbilder”, auf denen es so viel zu entdecken gibt.

Die erste Aufgabe der Menschen war, sich auf der Erde zurechtzufinden. (Max Born)