Coyoacán und Balderas

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Heute frühstücke ich nochmal (naja, es ist eher schon ein Mittagessen) ein Croissant und zwei Bocadillos aus der Panificadora in Coyoacán. Es ist unglaublich, was hier appetitlich in den Auslagen liegt. Dazu gibt es den legendären Mokka vom Café El Jarocho.

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Ich setze mich in den Jardin del Centenario, schaue beim essen einem Jongleur zu und lausche der Live-Band, die im Hintergrund Salsaklänge spielt.

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Natürlich tanzt die halbe Stadt und nicht etwas die Jugend, sondern haupsächlich ältere Leute (NEIN! Nicht in meinem Alter!!). Ein paar davon tanzen ziemlich gut. Auf jedenfall macht es allen Spass.

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Aber wir wollen das Idyll mal nicht übertreiben. Probleme gibt es offenbar auch. Einige Künstler demonstieren, weil der Kunstmarkt im Park verboten werden soll. Eigentlich wirkt alles ganz friedlich, aber die Polizeipräsenz ist ungeheuer. Ich habe das Gefühl, es gibt mehr Polizisten als Demonstranten.

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Die meisten traue ich mich nicht zu fotografieren, da sie so grimmig gucken und ich nicht kurz vor dem Abflug noch verhaftet werden will.

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Statt dessen mache ich ein Selbstportrait, in der Hoffnung man könnte die Uniformflut im Hintergrund sehen, aber ich bin so raumfüllend. Es geht nicht.

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Ich beschliesse das Weite zu suchen. Auch auf dem Rückweg überall Polizei. Ein bisschen übertrieben wirkt das schon, wegen ein paar wütenden Kunsthandwerkern.

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Da ich kein Zimmer im Hotel mehr habe, spaziere ich zur Metrostation Zapatas und fahre nach Balderas in der Nähe des Zocalo. Die Fahrt dauert ungefähr eine halbe Stunde und es hat sich seit letztem Jahr nicht viel verändert. Es wirkt nur nicht mehr so abenteuerlich – man wird halt älter.

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Am Plaza Morelos beobachte ich noch einen Salsa-Kurs, stöbere mich ein wenig durch den Kunstmarkt La Ciudadela und fahre dann zurück.

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Die Stadt verabschiedet sich regnerisch und …

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… und mit allen Sentimentalitäten …

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… wenn man von der bescheidenen United Lounge absieht. Aber ich meckere auf hohem Niveau. Falls ich abstürze, dann immerhin gemütlich in der Geschäftsklasse.

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