Haifa und Tel Aviv

Der Morgen ist wieder frisch und fängt früh an. Die Kulisse erinnert ein wenig an einen Science-Fiction-Film.

Das Meer verbirgt sich hinter merkwürdigen Trichtern. Was tun die da? Wasser für die Hotelzisterne sammeln? Dori hat erzählt, dass die meisten Häuser Solaranlagen auf dem Dach haben – für die warme Dusche morgens.

Das Frühstück ist wieder herrlich. Viel Frischkäse, mit Knoblauch, Olivenöl und Dill. Dazu geräucherten oder eingelegten Fisch- Hering und Makrele.

Dann geht’s nach Haifa, ins Rambam-Hospital – benannt nach dem jüdischen Philosophen Rabbi Moses ben Maimon, kurz Rambam. Es gibt Sicherheitskontrollen wie am Flughafen, wenn man das Krankenhaus betreten will. Die Pförtner sind schwer bewaffnet, aber die Aussicht ist großartig.

Zeit für ein Selbstportrait: Der alte Stuhl und das Meer!

Es ist erstaunlich, wie nah Krankheit und Tod am Paradies wohnen.

Weggesperrt zwar, durch Stacheldraht und Eisen – aber wir sitzen auf der falschen Seite des Zauns.

Aber für diese Tatsache geht es mir erstaunlich gut.

Die Bahai-Gärten im Hintergrund sagen mir mal wieder gar nichts und vom Schrein des Bab habe ich nie gehört. Gottseidank fotografiert mich Dori trotzdem. Zum Besuch des UNESCO-Weltkulturerbes muss man sich Wochen vorher anmelden, sagt er. Ich fühle mich, wie der letzte Banause – was vermutlich eine zu optimistische Hoffnung ist.

Den Bab kenne ich nicht, aber den Pub. Erdinger sei sehr beliebt in Israel, erfahre ich.

Dann geht es über den Highway zurück. Jerusalem, steht auf den Schildern, was mich seltsam berührt.

Am Wegesrand ein Turmbau zu Babel nach dem anderen – aber die Architektur ist stets interessant. Scheint eine hohe Kunst hier zu sein.

Mann, muss das eine Aussicht sein, dort oben – direkt am Meer.

Später bummle ich am Strand entlang, der unheimlich belebt ist.

Vorbei an romantisch beleuchteten Strandcafés …

… unter Straßenlaternen hindurch, an Liebspaaren entlang …

… in Richtung nächtliches Jaffa. Jaffa ist die arabische Altstadt von Tel Aviv und die St. Peterskirche ist hell beleuchtet. Vom Minarett singt der Muezzin, was schon sehr orientalisch klingt.

Schließlich treffe ich Csaba. Zusammen spazieren wir durch die Altstadt von Jaffa.

Künstler stellen Schmuck aus, Blechschmuck für relativ wenig Geld. ich kaufe trotzdem nichts.

Auf dem Hügel eine Hochzeit. Csaba ist begeistert, weil “die zu feiern wissen”. Eine Kletschmer-Band spielt. Die Leute tanzen.

Es gibt Kosher-Restaurants …

… und solche, über die Csaba lacht. “Kuka” heißt auf Ungarisch “Müll”, sagt er.

Auf dem Rückweg, mysteriöses Glimmen auf der Straße. Der alte Stadtrand Tel Avivs.

Ich hätte Lust etwas zu trinken, aber nicht drinnen.

Wir entscheiden uns für diese Bar. Es gibt Bier vom Fass und einen Vodka.

Dann ab ins Bett.

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