Budapest

Die Reise beginnt mit einer grässlichen Nacht im Steigenberger Airport Hotel. In der Lobbybar vertilge ich einen Outback-Burger für knapp zwanzig Euro. Eine Peroxidblondine klimpert auffällig mit den Wimpern und will mindestens 200 Euro. Der Kellner guckt mich mürrisch an. Ich verziehe mich rasch in meine Deluxe-Junior-Suite, in der es duster ist wie im Grab des Grafen Dracula. Ich kann nicht schlafen. Ich spüre, wie der Känguruhkloß sich Meter um Meter durch meine Gedärme quält. Als ich endlich eindöse klingelt der Wecker.

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Der Flug ist früh und kurz. Die Taxifahrerin, die uns vom Ferihegy Airport zum ehemaligen Kernforschungszentrum im Westen der Stadt bringt, muss einem James-Bond-Film entsprungen sein. Kurze weissblonde Haare, knallroter Lippenstift, Handy, GPS und (jede Wette) vergiftete High-Heels.

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Sie rast wie eine gesengte Sau und erzählt, es habe heute Morgen wegen dem Glatteis schon mehrere Unfälle gegeben. Ich sitze in der Mitte des Rücksitzes ohne Gurt und denke an das Känguruh. Hoffentlich hält es still und hüpst nicht raus.

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Die alte Militärinstallation ist etwas gruselig und das Essen in der Mensa interessant. Laszlo hat mich eingeladen. Ich esse also auf, damit morgen schönes Wetter wird.

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Auch das Abendessen ist wunderbar. Wir speisen in der Zitadelle, gleich neben dem alten Wehrmachtsbunker. Ich nehme den Fasan und einen Schnaps vorweg. Die Sinti und Roma spielen dazu schön schaurig Geige und Klavier und draussen, in der Kälte, hat man einen fabelhaften Ausblick auf die Stadt.

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Auch das Hotel Gellert ist famos. Das Eingangsportal beeindruckt durch breite Treppen und dicke Teppiche. Angestellte bauen gerade den Weihnachtsbaum auf als wir einziehen.

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Eine Marmortreppe führt hinauf, vorbei an schöner Glasmalerei …

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… und hinein in eine Gästezimmer, das früher sicher einmal die Besenkammer beherbergte.

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Egal. Ich bin müde.

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