Sài Gòn

Sài Gòn? Nein, noch immer Đà Lạt. Gestern ein Spaziergang durch die franzoesische Altstadt, hinauf auf einen Berg, von dem aus mit einer schweizerischen Gondelbahn ins Tal (!) fahren kann. Besuch bei einem etwas eigenartigen Meditationszentrum fuer buddhistische Moenche und Nonnen. Der Blick hinab auf einen See, umringt von Pinienwaeldern. Spaeter im Long Hoa Restaurant, das in der Tat ausgezeichnet ist, koennte man gegrillten Hirsch bestellen – eine willkommene Abwechslung zu herumhaengendem Hund. Das Klima von Đà Lạt ist wirklich ungewoehnlich … kuehl, gelegentlich ein Gewitterschauer … die Stadt franzoesisch angehaucht … und schon im Gespraech mit einem Franzosen aus Biarrix, der hier seine Pappenheimer kontrolliert. Heute noch ein bisschen stoebern, dann zum Flughafen und ab nach Sai Gon und von dort ueber Bangkok und Frankfurt heim nach Bayern. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie es dort aussieht.***

Meine Hand wird langsam wieder unifarben. Was ich noch nicht weiss: Der “Sonnenbrand” war eine zytotoxische Nebenwirkung des Tetracyclins mit Sonne. Ich hatte durchaus Glück, so erklärt mir Christof später, dass die nicht die Retina im Auge betraf.

Wir beschliessen, vor der Fahrt zum Flughafen noch einen Einkaufsbummel zu machen. Schade, man kann das Obst ja schlecht mitnehmen.

Vielleicht doch ein paar Trauben? Oder eine Mango?

Wein aus Da Lat könnte man mitnehmen, aber wir nehmen keinen mit. Warum eigentlich? Es ist doch ein schönes Etikett.

Ich vermute, oder besser gesagt ich hoffe, dies sind mittelalterliche Abtrittserker (Toiletten mit ausgesägtem Loch zum Bach hin, Anmerk. d. Übersetzers) und keine Wohnungen.

Die Plätze in der Nähe des Markts wirken bis heute etwas französisch.

Noch eine Gasse, ok? Ich kann mich nicht losreissen von dem Gefühl, etwas einkaufen zu wollen.

Hier lang! Hier riecht es gut nach Essen und frischem Fisch.

Das ist alles derartig lecker.

Und gleich nebenan besagter Fisch. Auch kein geeignetes Souvenir.

Wir erstehen hier doch noch eine Mango für zuhause. Die kommt in den Koffer und dann sieht man ja. Jetzt aber los. Zurück zum Hotel, wo wir uns ein Taxi zum Flughafen rufen lassen.

Die Fahrt führt nochmals quer durch die Stadt und auf einer gut ausgebauten Straße ziemlich weit raus. Sân bay Quốc tế Liên Khương heisst der Internationale Flughafen von Da Lat, wobei wir nur bis Sai Gon fliegen werden. Der Flughafen ist klein und übersichtlich und wir sind früh genug da, um noch etwas trinken gehen zu können – was wir dann hundert Meter ausserhalb der Abflughalle auch tun.

Silke kämpft mit ihrem vietnamesischen Kaffee …

… und ich mit meinem Bart, der auch nach zwei Wochen noch kein richtiger Bart werden will – aber immerhin.

Zurück in der Wartehalle stöbern wir noch ein wenig durch die Läden, aber im Vergleich zu unterwegs ist alles unbrauchbar und ziemlich teuer.

Dann kommt der Flieger und das Boarding rückt in greifbare Nähe.

Wie soll einer verstehen, was da drauf steht? Egal. Vermutlich heisst Cang Hang Flugbenzin.

Ein kurzer Blick zurück. Ich fürchte (und das meine ich ernst), ich werde nicht so bald zurück kommen. Schade.

Los geht’s, ab nach Sai Gon.

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