Ab nach Hause, ins Krisengebiet

Eigentlich könnte ich mich glücklich schätzen, hier in Kolumbien im Noch-COVID19 Exil. Es gibt genügend Fotomotive, die Leute sind nett und ich habe genug zu essen und zu trinken.

Auch in Venezuela leben die Menschen noch wenngleich eben ohne Geld. Am Ende lernen wir noch aus dieser Situation.

Noch gibt es hier kaum Infektionen und das Risiko sich zu infizieren ist derzeit nahe Null. Trotzdem fühlt es sich falsch an, nicht zu Hause zu sein. Irgendwie fühlt man sich verantwortlich, selbst wenn man kaum etwas machen kann.

Aber hier zu sitzen und Schokoladentorte zu hervorragendem kolumbianischen Kaffee zu essen, das macht einfach überhaupt keinen Sinn.

Ich möchte zurück nach Hause, den Widerstand organisieren. Wie immer das auch aussehen mag. Es fühlt sich an wie ein archaischer Instinkt. Vielleicht ist die Natur des Menschen doch noch nicht ganz verkümmert, wenn man von dem einen oder anderen Barbaren in weißen Häusern absieht, die langsam ihr wahres Gesicht zum Vorschein bringen.

Diese Fratzen sind allerdings schlimmer, als ich mir das hätte alpträumen lassen.

Ich jedenfalls packe erstmal mein Fluchtfliwatüt wenn ich angekommen bin. Damit hauen wir im Notfall ab. Mit einer Profiantkiste, einem Kofer voll verschiedener Sachen und einem Geldsack klappt das schon.

In zweieinhalb Stunden sitze ich hoffentlich endlich im Flieger. Haltet durch so lange … 🙂

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